Mai 2012

Aktuelle Chancen und Fallstricke in der Atomdiplomatie im Fall Nordkorea: Nordkoreas Moratorium

Ein Vierteljahrhundert schwelt nun schon der Atomkonflikt mit Nordkorea. Jetzt hat sich wieder etwas getan – dieses Mal im positiven, hoffnungsvollen Sinne. Der neue Regent in Pjöngjang, Kim Jong-Un, zeigt sich bereit, der Außenwelt teilweise Einblicke in das Atomprogramm seines Landes zu gewähren.

Piraterie am Horn von Afrika: „Die Lösegeldzahlungen müssen ein Ende haben“

Am Rande der Hanson Wade "Combating Piracy Week" in London stand Saeed Mohamed Rage, Minister für maritime Angelegenheiten und Häfen von Puntland (nordöstliche Region in Somalia), dem IMS (Internationales Magazin für Sicherheit) für ein Exklusiv-Interview zur Verfügung.

März 2012

Wenn einer Krebs hat ….

Afghanistan, als ein aus Menschen, Kultur und Land bestehender Organismus betrachtet, ist krank, sehr krank. Geschwächt durch jahrzehntelanges Leid aus Krieg und Zerstörung von außen und innen, ausgezehrt durch Mangel und Entbehrung, an wichtigen Organen geschädigt und ansteckend infiziert, liegt es an Versorgungsleitungen angeschlossen auf der Intensivstation, künstlich am Leben gehalten.

Februar 2012

Kriegsangst in Asien

Selbstbeherrschung und Disziplin sind wichtig in Japan. So läuft das Leben in den Straßen und Büros auch nach der dreifachen Katastrophe mit Erdbeben, Tsunami und Reaktor-Kernschmelze im März 2011 zurzeit scheinbar unverändert weiter. Doch dieser Schein trügt: Zu den zahlreichen innenpolitischen Problemen und der Sorge um die Wirtschaft kommt das beunruhigende Gefühl dazu, von potenziellen Feinden umzingelt zu sein.

Dezember 2011

Im Glaubenskrieg gegen den Westen – über den radikalen Islamismus seit den 1950er-Jahren

Muslime müssen gegen Angriffe von außen verteidigt werden - so das Ziel des Dschihad. Die Einflussnahme des Westens wird von einer Minderheit der Islamisten für sozioökonomische Probleme, kulturelle Überfremdung und politisches Versagen in der islamischen Welt verantwortlich gemacht. Dschihad-Kämpfer sehen im Dschihad den einzigen Weg, eine neue, islamistische Politik-, Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu etablieren.

Der Staatszerfall als internationales Sicherheitsproblem

Die Dschihad-Terroristen des 11. September 2001 hatten ihren wichtigsten Ausbildungsplatz und Stützpunkt in Afghanistan - einem zerfallenen Staat. Im Endstadium eines "Staatszerfalls" bricht das staatliche Gewalt- und Steuerungsmonopol zusammen. Das Phänomen eines "Staatszerfall" ist also nicht nur ein Entwicklungsproblem, sondern zunehmend auch ein internationales Sicherheitsproblem.

Afghanistan-Politik: Ablasshandel mit den Taliban?

Zu Beginn des 15. Jahrhundert blühte in Deutschland ein vor allem mit dem Namen des Johann Tetzel in Zusammenhang gebrachter Ablasshandel. Ob der seinerzeitigen Geldnot der katholischen Kirche und bar jeder bis dato gewahrter moralischer Bedenken konnte man durch Zahlung eines Geldbetrages Ablassbriefe erwerben und sich damit von sogar schlimmen Sünden befreien - man war danach das Böse los, Schandtaten waren getilgt, man war wieder allseits geachtet, von Schuld befreit und im Gewissen unbeschwert ("Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!").

Eiszeit zwischen Washington und Islamabad

Die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Pakistan sind derzeit am Gefrierpunkt. Es herrscht Eiszeit zwischen Washington und Islamabad. Misstrauen und gegenseitige Vorwürfe prägen schon seit längerem die Haltbarkeit der Achse zwischen dem White House und der pakistanischen Metropole. Einst, nach dem 11. September, schlug sich der damalige pakistanische Militärdiktator General Muscharraf auf die Seite der westlichen Allianz im so genannten Krieg gegen den Terror.

Die enttäuschte Hoffnung: Afghanistan vor dem Rückfall?

Ziel der internationalen Gemeinschaft war es in Afghanistan eine stabile und wirkungsvolle Regierung zu etablieren, Wahrung der Menschenrechte dauerhaft sicherzustellen, Armut und Korruption zu bekämpfen, das Land wieder aufzubauen, Terror und Kriminalität zu bekämpfen, Sicherheit zu schaffen und es wieder stabil auf eigene Beine zu stellen. Nun, zehn Jahre danach, ist die Bilanz trotz tausender Tote in der Zivilbevölkerung und bei den Sicherheitskräften des Militärs und der Polizei eine Niederlage bitterer denn je - das Ergebnis der internationalen Bemühungen ist ernüchternd dürftig und steht im krassen Missverhältnis zum riesigen Aufwand.

Die Mär von Israels Gründungshilfe für die HAMAS

"Ich habe einen Preis in Höhe von 5.000 Dollar ausgesetzt für ein Dokument oder Gesprächsprotokoll, das Israels Unterstützung und Hilfe zur Gründung der HAMAS beweist", sagte Brigadegeneral a.D. Schalom Harari. Der Geheimdienstmann war zwischen 1977 und 1997 für den Gazastreifen zuständig. Im Dezember 1987 wurde die HAMAS gegründet. Bis heute habe ihm kein Offizier oder Politiker den gewünschten Beweis geliefert. Er hält es für ein Märchen, dass Israel mit der HAMAS ein politisches Gegengewicht zur PLO schaffen wollte.