Oktober 2011

General a.D. Götz Gliemeroth: „Einsatz-Realität zu lange verschleiert.“

General a.D. Götz Gliemeroth war zwischen 2003 und 2004 als erster Kommandeur der Nato-Schutztruppe Isaf in Afghanistan im Einsatz. Helmut Michelis, Redakteur für Sicherheitspolitik bei der RP in Düsseldorf, sprach mit dem damaligen obersten Befehlshaber über die besonderen Herausforderungen des Einsatzes, die Einschätzung der Lage aus heutiger Sicht und die Zukunft.

Der Nahe Osten in Aufruhr – Israel in Sorge

Der Ausbruch des "arabischen Frühlings", in den  Medien auch "Rebellion"  genannt, heizt Spannungen, Erwartungen und Spekulationen im Nahen Osten täglich neu an. Zwar ist die jüngste Entwicklung nicht unmittelbar mit der Lösung des israelisch/palästinensischen Konflikts verknüpft, dennoch steigen Sorgen und Befürchtungen in Israel. Der bisher einzige demokratische Staat in dieser Region sieht plötzlich die Gefahr [...]

Juli 2011

Rechtsextremisten in Skandinavien – ein Überblick

Überall in Skandinavien hat sich in den vergangenen Jahren das politische Klima verschärft. Die von dem geständigen Attentäter Anders Behring Breivik verübten Massenmorde in Oslo und auf der Ferieninsel Utoya rücken das Weltbild und die Parolen der rechtsextremen Gruppen im Norden Europas in den Fokus.

April 2011

Diktatorendämmerung: Die Umbrüche in der arabischen Welt

Die Lage in den meisten arabischen Ländern bis Anfang 2011 sah so aus: Diktatorische und korrupte Regime, die die eigene Bevölkerungen nicht nur ausplünderten, sondern blutig unterdrückten sowie Gesellschaften mit durchschnittlich 20 Prozent Jugendlichen, hoher Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Mäßig begabte Kleptokraten hielten die Staaten der arabischen Welt jahrzehntelang im Würgegriff.

März 2011

Die größte Bedrohung der Weltgemeinschaft – der transnationale religiös-ideologisch motivierte Terrorismus

Zwischen den Jahren 2000 und 2009 erlebte der religiös-ideologisch motivierte Terrorismus - im Gegensatz zum "klassischen" Terrorismus, etwa dem Guerilla-Kampf - unter dem Dschihad-Banner eine Expansion. Um die derzeit größte Gefahr für die Weltgemeinschaft abzuwehren muss eine gedankliche Auseinandersetzung mit den Antriebskräften, Taktiken und Strategien des Terrorismus erfolgen - verbunden mit Konfliktlösungen in den entsprechenden Regionen.

Dschihadisten im Kaukasus: Die nächste Generation

Der Dschihad-Terrorismus kehrt in einer zweiten Welle nach Russland zurück. Seit 2006 verübt eine neue Generation der "Schwarzen Witwen" - Selbstmordattentäterinnen mit Dschihad-Motivation - Terroranschläge in russischen Metropolen, so etwa am 29. März 2010 in Moskau.

Geheimmissionen am Hindukusch

Ein klar definiertes Ziel der ISAF-Truppen in Afghanistan ist die Sicherung der Gebiete, in denen Wasser und Straßen sind. So könne man dem Aufstand "den Sauerstoff abdrehen". Mit dieser Strategie, kombiniert mit Drohnen-Angriffen auf Taliban-Funktionäre sowie den Operationen der Geheimdienste hofft man dem Terror und der Guerilla im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet Herr zu werden.

Die Piraterie vor Somalia bekämpfen – dem Staatszerfall entgegenwirken

Piraterie trägt zur Destabilisierung Somalias bei. Erst wenn die Ursachen der Piraterie von den Handelsnationen auf der politischen Ebene bekämpft werden, kann sich die Lage entlang der Seewege entspannen. Eine wirksame, nachhaltige Bekämpfung Piraterie muss auf die Ursachen abzielen, das heißt dem Staatszerfall entgegenwirken.

Gegen Rechtlosigkeit und Willkür – die Bundeswehr in Afghanistan

Die Bundeswehr in Afghanistan setzt ihren Schwerpunkt auf Wiederaufbauhilfe und polizeiähnliche Patrouillen. Gegen Angriffe von taktisch geschulten Terroristen ist sie nicht ausgerüstet. Auch fehlen ihr grundlegende Voraussetzungen, um dauerhafte Erfolge gegen die Taliban zu erzielen: zu wenig Infanterie und gepanzerte Fahrzeuge, kaum Hubschrauber, Soldaten, die nur schlecht Englisch sprechen.

Dschihad – ein Begriff auf dem Prüfstand

Es wäre ein Fehler, den Dschihad auf seine kriegerische Bedeutung zu reduzieren. Der islamistische Begriff wird von Muslimen wie Nichtmuslimen oft missbräuchlich benutzt - und hat eine wechselvolle Geschichte.